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Lebensgeschichte

Eintritt ins Kloster zum Heiligen Grab in Bamberg

'Kirche des Klostern zum Heiligen Grab in Bamberg vom Hof aus'
"Kirche des Klostern zum Heiligen Grab in Bamberg vom Hof aus"
In dem berühmten Buch der „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen las Maria Anna eines Tages das Kapitel vom Ordensleben. Sofort fühlte sie sich zu einem solchen Leben berufen. Vater und Stiefmutter waren einverstanden, wollten aber, daß ihre Tochter Chorschwester wurde. Dazu mußte sie Latein können. Die Eltern veranlaßten Unterricht in Musik und Latein, den Maria Anna jedoch abbrach, weil sie Laienschwester werden wollte.

Mit 17 Jahren bat Maria Anna im Bamberger Dominikanerinnenkloster um Aufnahme. Es handelte sich um das 1356 gestiftete Kloster „St. Katharina zu dem Heiligen Grab“, das im Volksmund "Heiliggrab-Kloster" genannt wurde. Doch erst sechs Jahre später erklärte der Konvent sich zur Aufnahme der jungen Frau bereit. Dort trat sie am 27. Mai 1753 ein. Bei der Einkleidung erhielt sie die selige Dominikanerin Columba von Rieti (1467-1501) zur Patronin und hieß von da an Maria Columba. Nach einem Jahr legte sie am 24. September 1754 als Laienschwester die Gelübde ab. Von ihrem Ordenseintritt bis zu ihrem Tod mit 57 Jahren spielte sich das Leben der Columba im Konvent des Heiliggrab-Klosters ab.